Psychosoziale Belastungsfaktoren und Versorgung bei seltenen onkologischen Erkrankungen

Beteiligte Einrichtungen

Abstract

Hintergrund

Patienten mit seltenen Krebserkrankungen sind möglicherweise besonderen Stressoren in Bezug auf ihre Erkrankung ausgesetzt. Häufig stellen Diagnosestellung, Behandlung und medizinische Entscheidungen sowie der Zugang zu erkrankungsspezifischen Informationen eine Herausforderung dar. Einige der Schwierigkeiten sind die fehlende Orientierung innerhalb des Gesundheitssystems sowie entfernt liegende qualifizierte medizinische Zentren. Somit könnten verschiedene Faktoren zum psychischen Stress dieser Klientel beitragen, der möglicherweise noch ausgeprägter als bei anderen Krebspatienten ist.
Ziel der Arbeit

Besondere psychosoziale Belastungsfaktoren von Betroffenen mit seltenen onkologischen Erkrankungen werden beschrieben. Anhand eines Fallbeispiels werden diese Faktoren und auch die spezifische Versorgung dieser Betroffenen dargestellt.
Ergebnisse

Eine Sichtung der Literatur sowie ein Fallbeispiel machen deutlich, dass eine erhöhte psychosoziale Belastung bei Betroffenen mit seltenen onkologischen Erkrankungen wahrscheinlich ist. Die bisherige Studienlage ist durch niedrige Fallzahlen jedoch begrenzt.
Schlussfolgerung

Auf die potenziell hohe Belastung dieser Klientel kann u. a. mit digitalen Versorgungsangeboten reagiert werden. Studien zur Erfassung der spezifischen Belastungsfaktoren sowie des Versorgungsbedarfs sollten vermehrt durchgeführt werden. Um möglichst hohe Fallzahlen zu erzielen, wäre auch hier eine digitale Durchführung dieser Studien wünschenswert.

Bibliografische Daten

OriginalspracheDeutsch
ISSN0947-8965
DOIs
StatusVeröffentlicht - 20.11.2020